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1967 ging es los bei uns - mit dem PAL Farbfernsehen

Zur Eröffnung im August 1967 soll es angeblich gerade mal 2.000 Farbfernseher draußen beim Publikum gegeben haben, sagt die Legende. Doch auch "Schwarz-Weiß" hatte 1951 mal ganz mühsam angefangen.

Damit es eigentlich "jeder" verstehen könnte, hat die ARD ein ganz lustiges kleinens Bervier herausgegeben.

Und so enstand bei der ARD 1967 dieses Heftchen: Eine heitere Lektion zum besseren Verständnis der Technik des Farbfernsehens.

Die beteiligten Sender: Bayerischer Rundfunk - Hessischer Rundfunk - Norddeutscher Rundfunk - Radio Bremen - Saarländischer Rundfunk - Sender Freies Berlin - Süddeutscher Rundfunk - Südwestfunk - Westdeutscher Rundfunk

Die Zerlegung des weißen Lichts in Farben :

Weißes Licht kann mit Hilfe eines Prismas in die Spektralfarben (Regenbogenfarben) zerlegt werden. In einem Punkt gesammelt ergeben Spektralfarben wieder Weiß.

Ein Stück aus dem Regenbogen wird herausgeschnitten und zerlegt

Unsere drei Grundfarben

Für das Farbfernsehen wurden 3 Farben des Spektrums ausgewählt: Blau, Grün und Rot. - Durch additive Mischung der 3 Grundfarben lassen sich alle wichtigen Farben ermischen.

Die Farbfernseh-Kamera teilt das Licht auf

Das vom Objektiv der Kamera eingefangene Licht wird mit Hilfe eines Strahlenteilers und mit Farbfiltern in die 3 Grundfarben Rot, Grün und Blau zerlegt und 3 Kameraröhren zugeführt. Diese verwandeln die Farbauszüge in elektrische Bildsignale für den Rot-, Grün- und Blauanteil des Bildes.

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Die Szene wird von der Farbfernseh-Kamera "eingefangen"

Das Farbsignal aus der Kamera bzw. aus dem Studio wird verabeitet und geht zum Fernseh-Sender und wird dort ausgestrahlt.

Vom Sender über Berg und Tal geht das Signal zur Empfangsantenne auf dem Dach des Hauses

und von dort zum Antenneneingang des Fernsehers.

 

Der Farb-Fernseher teilt das Empfangs-Signal auf die drei Farben auf und schickt die zur Bildröhre.

3 Elektronenstrahlen für die 3 Grundfarben treffen aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig eines der zahlreichen Löcher einer Abdeckmaske. Dadurch wird jeder der 3 Strahlen auf „seinen" Phosphorpunkt auf dem Bildschirm gelenkt und bringt ihn zum Leuchten. Eine Bildpunkteinheit besteht aus einem grün, einem rot und einem blau leuchtenden Phosphorpunkt (Farbtripel). Ein Farbbildschirm enthält ca. 400 000 Farbtripel oder ca. 1,2 Millionen Leuchtphosphorpunkte.

Auf dem Bildschirm leuchten die Grundfarben der Farbtripel nebeneinander. Erst im Auge des Zuschauers verschmelzen sie bei ausreichendem Betrachtungsabstand zu den erwünschten Mischfarben.

Auf dem Farb-Fernseher erscheint das Farbbild oder nur Schwarz-Weiß auf dem alten Fernseher.

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Und damit ist der ideelle Teil des Farbfernsehens auch schon zuende.


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Wie es wirklich funktioniert :

DER WEG DES FARBIGEN FERNSEHBILDES
Auf der Senderseite :

Das zu übertragende Bild (1) wird in der Farbfernseh-Kamera in seinen Rot-, Grün- und Blauanteil zerlegt und in entsprechende elektrische Signale umgewandelt (2, 3 und 4).

Vor der Ausstrahlung durch den Sender wird dieses Signalgemisch elektrisch in ein "Helligkeitssignal" (Schwarz-Weiß-Anteil des Bildes) und ein "Farbartsignal" (Farbanteil des Bildes) umgeformt (5 und 6).

Das Farbartsignal ist ein Doppelsignal, zusammengesetzt aus den Signalen für Farbton (z. B. Rot, Gelb, Violett usw.) und Farbsättigung (z. B. sattes Rot, halbgesättigtes Rot = Rosa, entsättigtes Rot = Weiß).

Dieses Signalgemisch wird zusammen mit dem Tonsignal vom Farbfernsehsender ausgestrahlt.

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Auf der Empfangsseite :

Der Empfangsteil des Farbfernseh-Empfängers liefert wieder getrennt (I) Helligkeitssignal, (II) Farbartsignal und (III) Tonsignal.

Helligkeits- und Farbart-Doppelsignal werden wieder in Rot-, Grün- und Blau-Signal rückgeformt. Die Rückwandlung in Licht erfolgt in der Farbbildröhre. Dabei werden auf dem Bildschirm die 3 Farbauszüge so exakt ineinander geschrieben, daß sie für das Auge zum farbigen Bild verschmelzen (7).

Der Schwarz-Weiß-Empfänger kann nur das Helligkeitssignal verarbeiten und liefert daher (auch) von Farbsendungen nur ein Schwarz-Weiß-Bild (8).
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Aus einem ARD Heftchen aus dem Jahr 1967

Grafik und Zeichnungen: OSWIN
Text und technische Beratung: Reinhard Schneider, BR
Redaktion: Wilfried Zierke, SFB - 1967

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